Kieferorthopädische Behandlung | Dr. Erika Weigel Nurnus

Kieferorthopädische Behandlung

Das Behandlungsspektrum der kieferorthopädischen Praxis Dr. Weigel-Nurnus umfasst die Möglichkeiten der gesamten modernen Kieferorthopädie. Gerade in den letzten Jahrzehnten hat eine Vielzahl innovativer Therapiemöglichkeiten die Regulierung von Fehlstellungen wesentlich verändert. Durch bioverträgliche, gewebeschonende Techniken kann die kieferorthopädische Behandlung so komfortabel und schmerzfrei wie möglich und auch nahezu unsichtbar gestaltet werden. Selbstverständlich arbeiten wir bei Bedarf mit anderen Fachärzten und Therapeuten zusammen.

Bereits vor Ihrem Besuch können Sie den Anamnesebogen ausfüllen.

Behandlungsablauf

Kennenlernen und Beratung

Ihnen ist vielleicht aufgefallen, dass Zähne schief stehen oder die Lage der Kiefer nicht zueinander passt. Das ist meist der Anlass, einen Kieferorthopäden um Rat zu fragen. Rufen Sie uns einfach an und vereinbaren einen Beratungstermin!

Für eine kieferorthopädische Erstberatung können Sie den Kieferorthopäden direkt ohne Überweisung aufsuchen. Wir beraten Sie gerne jederzeit unverbindlich. Das gilt für alle Altersgruppen, auch für Erwachsene. Schöne, gerade Zähne sind keine Frage des Alters!

Der erste Termin in unserer Praxis ist ein Informationstermin, bei dem wir mittels Anamnesebogen und im direkten Gespräch den ersten Eindruck von Ihren Behandlungswünschen und dem Behandlungsbedarf erhalten. Den Anamnesebogen können Sie hier herunterladen und bereits ausgefüllt mitbringen – das verkürzt Ihre Wartezeit!

Als zertifiziertes Mitglied der Initiative „Sprechende Kieferorthopädie – Orthoparlando“ liegt es uns am Herzen, Sie nach umfassender klinischer Untersuchung gut verständlich über die Notwendigkeit und den günstigsten Zeitpunkt einer kieferorthopädischen Behandlung aufzuklären und auch komplexe medizinische Sachverhalte laienverständlich und altersgerecht zu vermitteln. Selbstverständlich beantworten wir in diesem Zusammenhang gerne alle Ihre Fragen.

Diagnostische Unterlagen

praxisrundgang_7Besteht nach der Erstberatung eine Behandlungsbedürftigkeit sowie der Wunsch zur Zahnkorrektur, benötigen wir zur weiteren Diagnosestellung und Aufstellung eines indivi-duellen Behandlungsplanes folgende Unterlagen:

  • Abformung der Zähne und der umliegenden Weichteile
  • Digitale Fotos von Gesicht und Zähnen
  • Digitale Röntgenaufnahmen (reduzierte Strahlenbelastung)
  • Funktionelle Untersuchung der Kiefergelenke und der umliegenden Strukturen.

Besprechung des Therapieplanes

Auf der Grundlage der diagnostischen Unterlagen und deren computergestützten Auswertung erarbeiten wir einen detaillierten Heil- und Kostenplan. Die geplanten therapeutischen Maßnahmen und die damit verbundenen Kosten werden mit Ihnen ausführlich besprochen. Wir erläutern mit welcher Spange bzw. welcher Gerätefolge und über welchen Zeitraum wir die Behandlung durchführen, um das angestrebte Behandlungsziel zu erreichen. Zusätzlich bekommen Sie auch Informationen über mögliche Behandlungsalternativen, und wir weisen Sie auch auf mögliche Folgen hin im Falle der Entscheidung gegen eine Behandlung.

Kontrolle des Behandlungsverlaufs

Nach Klärung der Kostenübernahme kann die Behandlung beginnen. Dann wird eine Zahnspange eingesetzt. Zum Erreichen des gewünschten Behandlungszieles muss die Apparatur alle 4-8 Wochen kontrolliert und aktiviert werden. Das Einhalten der Behandlungstermine, gute Zahnpflege und konsequente Mitarbeit sind unerlässliche Voraussetzungen für den planmäßigen Verlauf der Behandlung.

Abschluss der aktiven Behandlung und die „Haltephase“

Unmittelbar nach der erfolgten Korrektur der Fehlstellung ist das Behandlungsergebnis noch nicht stabil. Die Zähne müssen noch einige Zeit in ihrer neuen Position gehalten „retiniert“ werden, sonst besteht die Gefahr einer teilweisen Rückbildung der Fehlstellung.

Lockere Retentionsgeräte werden zur Stabilisierung der Zahnstellung meistens nur nachts getragen. Eine „unsichtbare“ und komfortable Alternative besteht durch die Verwendung eines geklebten Retainers an den Innenseiten der Zähne. Dieser sorgt auch über das Behandlungsende hinaus für eine stabile Gebisssituation, zumal mit dieser Variante eine optimale Stabilisierung von 24 Stunden täglich gesichert ist.

Nach ausreichender Stabilisierung kann die kieferorthopädische Behandlung beendet und der Behandlungsabschluss bestätigt werden.

Behandlung in welchem Alter?

Diese Frage ist nicht allgemein zu beantworten. Sie ist abhängig von der Art und Ausprägung der Fehlstellung sowie der körperlichen Entwicklung des Patienten.

Kinder

Schon im Alter von 4-6 Jahren empfiehlt sich eine Erstvorstellung beim Kieferorthopäden. In diesem Alter können schädliche Funktionsstörungen frühzeitig erkannt und behandelt werden, z.B.

  • Lutschgewohnheiten (Daumenlutschen, Schnuller oder Nuckelflasche über das 3. Lebensjahr hinaus)
  • Lippenbeißen
  • Mundatmung mit offenen Lippen
  • Gestörte Zungenfunktion (falsches Schlucken, Zungenpressen)
  • Sprachlautstörungen (Lispeln)

Diese ungünstigen Gewohnheiten können auf Dauer zur Entstehung ausgeprägter Zahn- und Kieferfehlstellungen führen. Bei rechtzeitiger Abgewöhnung ist es nicht selten, dass sich die Fehlstellung vollständig zurückbildet bzw. deutlich abschwächt. Wir arbeiten auf diesem Gebiet mit weiteren Spezialisten, wie z.B. Logopäden und Physiotherapeuten zusammen.

Eine kieferorthopädische Behandlung, bereits im Milchgebiss, kann auch bei sehr ausgeprägten Kieferfehlstellungen (z.B. Kreuzbiss, offener Biss) und bestimmten erblichen Anomalien erforderlich sein. Auch der frühzeitige Milchzahnverlust durch Karies ist ein Anlass, einen Kieferorthopäden aufzusuchen, damit rechtzeitig ein Platzhalter angefertigt werden kann. Milchzähne müssen möglichst lange erhalten werden. Ein zu früher Milchzahnverlust wirkt sich negativ auf das bleibende Gebiss aus.

Meist wird eine Therapie bei Kindern mit herausnehmbaren Spangen, wie z.B. auch einem Bionator durchgeführt. Eine frühe Korrektur verbessert die Voraussetzungen für die weitere Gebissentwicklung entscheidend und kann eine spätere Behandlung vermeiden oder wesentlich erleichtern.

Jugendliche

ci_behandlung-jugendlicheDie Zeit während des Wechsels der Seitenzähne im Alter von 8 – 12 Jahren ist die kieferorthopädische Hauptbehandlungsphase. Gerade in der Wachstumsphase können Fehllagen der Kiefer zueinander wirksam beeinflusst werden. Es bestehen optimale Voraussetzungen für die Zahnbewegung.

Die bleibenden Zähne werden harmonisch und funktionell ausgerichtet. Das Ziel ist ein funktionell und ästhetisch gesunder Biss, der das Wohlbefinden erhöht. Auch die Proportionen des Gesichts werden unter Nutzung des intensiven körperlichen Wachstums ausgeglichen und harmonisiert. Dies steigert die Attraktivität des Gesichts und erhöht das Selbstwertgefühl des Kindes.

Die kieferorthopädische Behandlung bei Heranwachsenden erfolgt mit herausnehmbaren und/oder festsitzenden Apparaturen.

Erwachsene

Die Einstellung der Menschen zu ihren Zähnen und ihr Bewusstsein dafür haben sich verändert. Der Wunsch nach schönen, gesunden Zähnen hat auch Erwachsene jeden Alters erreicht. Gerade dieser Personengruppe bietet die moderne Kieferorthopädie erprobte ästhetische Behandlungsmöglichkeiten an, die unauffällig und kaum sichtbar sind wie beispielsweise Korrekturschienen (Invisalign® oder Orthocaps®), zahnfarbene keramische Brackets (In-Ovation-C®, Damon Clear®) oder an den Zahninnenflächen geklebte Brackets (Lingualtechnik).

Neben ästhetischen Gründen können vor allem funktionelle Gründe für eine Zahnkorrektur im Erwachsenenalter entscheidend sein. Schiefe und engstehende Zähne sind nicht nur unästhetisch, sondern ideale Nischen für Bakterien und Nahrungsreste. Vorzeitiger Zahnverlust, Parodontose und Beschwerden beim Kauen können die Folge sein. Gerade Zähne beugen also Zahnbetterkrankungen und auch Kiefergelenkproblemen vor. Immer noch viel zu wenig bekannt ist, dass Kopfschmerzen, Nackenprobleme, selbst Rückenschmerzen durch eine falsche Zahn- oder Kieferstellung entstehen können.

Eine Zahnregulierung kann bei Erwachsenen sinnvoll sein, etwa zur Stellungsverbesserung und Stabilisierung bei Zahnwanderungen oder als Vorbereitung vor geplantem Zahnersatz (vor prothetischer Versorgung mit Kronen und Brücken sowie vor Implantatversorgung). Wir unterstützen dabei Ihren Zahnarzt, indem wir eine optimale Ausgangsposition für einen funktionell und ästhetisch hochwertigen Zahnersatz schaffen.

Auch sehr ausgeprägte Zahn- und Kieferfehlstellungen können in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgen korrigiert werden. Dabei wird im Verlauf der kieferorthopädischen Behandlung ein chirurgischer Eingriff vorgenommen, um operativ die Fehlstellung der Kiefer zueinander zu korrigieren. Die Vorbereitung und die anschließende Feineinstellung der Zähne übernehmen wir in unserer Praxis. Eine kombiniert kieferorthopädische und kieferchirurgische Behandlung ist bei massiven Stellungsanomalien der Kiefer unvermeidbar, um ein zufriedenstellendes und stabiles Ergebnis zu erreichen. Neben den rein medizinisch begründeten Verbesserungen kommt es in der Regel durch diese Kombinationstherapie zu einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität. Eine Harmonisierung der Gesichtsästhetik und des Mundprofils beseitigt den subjektiven Leidensdruck des Patienten.

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine kieferorthopädisch-kieferchirurgische Kombinationsbehandlung, auch für Patienten, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Behandlungsmittel

Dem Kieferorthopäden steht eine Vielzahl an möglichen Behandlungsmitteln zur Verfügung, die je nach Art und Ausprägung der Fehlstellung, dem Alter des Patienten und dem Behandlungswunsch sehr individuell und zielorientiert eingesetzt werden. Man unterscheidet allgemein zwischen herausnehmbaren, festsitzenden und unsichtbaren Spangen. Welche am besten zu Ihnen „passt“, finden wir durch eine ausführliche Beratung, Planung und Besprechung.

Herausnehmbare Spangen

ci_spangeMit Ihnen können einfache Zahnbewegungen durchgeführt sowie das Kieferwachstum beeinflusst werden. Außerdem dienen sie zur Stabilisierung des Behandlungsergebnisses (Retention). Die herausnehmbare Zahnspange kann der Patient selbst aus dem Mund nehmen und wieder einsetzen. Dies ermöglicht unabhängig vom Alter des Patienten eine leichtere Mundhygiene. Ein gewissenhaftes Einhalten der empfohlenen Tragezeit ist Voraussetzung, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Aufgrund unterschiedlicher Gestaltungsmöglichkeiten an herausnehmbaren Zahnspangen unterscheidet man grundsätzlich zwischen aktiven Platten und funktionskieferorthopädischen Geräten.

Aktive Platte

Das ist eine Spange, die jeweils nur in einem Kiefer getragen wird. Sie besteht aus Kunststoff. Mittels eingearbeiteten Schrauben und Drahtelementen werden Zahnfehlstellungen direkt beeinflusst.

Funktionskieferorthopädische Geräte

Bei einer funktionskieferorthopädischen Apparatur handelt es sich um ein einteiliges Gerät für Ober- und Unterkiefer zusammen. Es ist ein ganzheitliches Trainingsgerät. Nicht die einzelne Zahnfehlstellung steht im Focus, sondern die Zusammenhänge zwischen Gebiss und dem Gesamtorganismus. Mit dem Bionator verbessern wir u.a. die Lage zwischen dem Oberkiefer und dem Unterkiefer, können das Kieferwachstum beeinflussen und das Profil des Gesichtes harmonisieren.

Festsitzende Spangen

logo-damon-speedUmfangreiche Fehlstellungen wie z.B. Zahndrehungen und Engstände werden mit festsitzenden Zahnspangen korrigiert. Sie bestehen aus sogenannten Brackets (das sind vorgefertigte Metallplättchen) oder kleinen Metallringen, die an den Zähnen befestigt und mittels Bögen verbunden sind. Durch eine geringe, kontinuierliche Kraftübertragung werden die Zahnbögen ausgerundet. Die Dentalindustrie bietet durch ständige Entwicklung innovativer Materialien bioverträgliche, gewebeschonende und dabei weitgehend unauffällige Behandlungsmöglichkeiten, die wir in unserer Praxis auch verwenden, z.B. selbstligierende (Speed®, Damon®) und zahnfarbene Brackets (In-Ovation-C®, Damon Clear®).

In einem Beratungsgespräch können wir entscheiden, welche festsitzende Spange für die Korrektur am wirkungsvollsten ist.

Unsichtbare Behandlung

Da sich immer mehr Patienten eine unauffällige Korrektur der Zähne wünschen, bieten wir verschiedene ästhetische Behandlungsmethoden an:

Ästhetische Bracketsysteme

Moderne Brackets aus Keramik sind deutlich unauffälliger als Metallbrackets. Dank ihrer Lichtdurchlässigkeit passen sie sich der natürlichen Zahnfarbe an. Das hochwertige keramische Material verfärbt sich auch nicht, wie dies bei Kunststoffbrackets während der Tragezeit der festen Zahnspange häufig vorkommt. Um die ästhetischen Vorteile zu optimieren, bieten wir die Keramikbrackets als selbstligierende Bracketsysteme an.

Lingualtechnik

Bei der Lingualtechnik werden die Brackets auf der Innenseite der Zähne befestigt und sind deswegen von außen nicht sichtbar. Es handelt sich hier um Bracketsysteme, die die Zahnkorrektur zu einer diskreten Angelegenheit machen (siehe unter www.forstadent.de oder www.incognito.net).

Aligner

Invisalign-LogosAligner sind eine innovative Behandlungsmethode, die vor mehr als 10 Jahren aus den USA kommend, das kieferorthopädische Behandlungsspektrum erweitert hat. Sie besteht aus einer Folge von sehr dünnen, transparenten Schienen, sogenannten Alignern, die mittels 3D-Imaging-Comutertechnologie hergestellt werden. Die Aligner-Therapie eignet sich zur Zahnkorrektur bei Jugendlichen „Invisalign® Teen“ wie zur Behandlung im Erwachsenenalter „Invisalign®“ (siehe unter www.invisalign.de).

Diese Behandlungsmethode genügt höchsten ästhetischen Ansprüchen, sie ist nahezu unsichtbar. Die Schienen erhalten kein Metall und sind daher auch bei Allergikern anzuwenden.

Jede Schiene muss für 2 Wochen mindestens 22 Stunden täglich getragen werden und wird nur zum Essen und zum Zähneputzen aus dem Mund genommen. Jede nachfolgende Schiene führt Schritt für Schritt näher an das angestrebte Behandlungsziel. Je nach Ausprägung der ursprünglichen Fehlstellung ist eine unterschiedliche Anzahl von Alignern zur Korrektur erforderlich.